Zprávy z tisku
Biomasse Aktionsplan Österreich - was ist notwendig?
Rund 500.000 Wohneinheiten zusätzlich mit Biomasse heizen, 2,5 Twh Strom aus Biomasse erzeugen und 500 Millionen Liter Biotreibstoffe, 100 Millionen Nm3 Biomethan als Treibstoff.
"Um den Intentionen des Biomasse-Aktionsplans für Österreich gerecht zu werden, ist es erforderlich, bis zum Jahr 2010 zusätzlich 75 PJ in Form von Wärme, Strom und Treibstoff zu erzeugen", erklärte Ernst Scheiber, Geschäftsführer des Club Niederösterreich am Donnerstag anlässlich einer Pressekonferenz und stellte den Biomasseaktionsplan Österreich vor.
Zielsetzungen:
Zur Erreichung der Ziele ist es notwendig, im Jahre 2010 im Vergleich zu 2003 zusätzlich 500.000 Wohneinheiten mit Biomasse zu beheizen, etwa 2,5 TWh Strom aus Biomasse zu erzeugen und etwa 550 Millionen Liter Biotreibstoffe und 100 Millionen Nm3 Biomethan als Treibstoff zu produzieren.
Rohstoffbeschaffung:
Die Stromerzeugung soll etwa zu einem Viertel über Biogasanlagen und zu drei Viertel über feste Biomasse erfolgen. Die Rohstoffe kommen daher teilweise aus Mist und Gülle, teilweise von den Ackerflächen und natürlich aus dem Wald.
Zur Sicherung der Rohstoffe im Treibstoffbereich sind im Ethanolbereich etwa 500.000 Tonnen Getreide notwendig und im Biodieselbereich etwa 900.000 Tonnen Raps oder andere Pflanzenölsaaten. Die Getreidemengen sind in Österreich produzierbar, Pflanzenölsaaten sind zum größeren Teil zu importieren. Für das Biogastreibstoff-Markteinführungsprogramm sind 25.000 ha erforderlich.
Der zusätzliche Holzbedarf aus dem heimischen Wald wird auf 4,3 Mio fm geschätzt, dazu kommen Holzmengen aus neuen Kurzumtriebswäldern, aus Nichtwaldflächen und in geringem Umfang aus dem Import. Der zusätzliche Flächenbedarf unter Außerachtlassung der Rapssaatimporte liegt bei 240.000 ha.
Wärmeversorgung:
Um die erforderlichen 500.000 Wohnungen von fossilen auf erneuerbare Heizsysteme umzustellen, müsste die Investitionstätigkeit in erneuerbare Heizsysteme zumindest verdreifacht werden. Dies wird nur gelingen, wenn eine wirksame Umstiegshilfe zum Umbau der privaten Wärmeversorgung angeboten wird.
Das entscheidende Instrument zur Beschleunigung des Umbaus der privaten Wärmeversorgung ist die Investitionsförderung. Dieses Instrument wird schon jetzt von den Bundesländern eingesetzt, die unterschiedlichen Regelungen, Unübersichtlichkeit, Instabilität und teilweise auch die sehr niedrigen Fördersätze behindern allerdings die notwendige rasche Umstellung auf erneuerbare Heizsysteme inÖsterreich. Daher wird ein neues bundeseinheitliches Förderprogramm vorgeschlagen:
- Zielgruppe: Wohnungen, Ein- und Mehrfamilienhäuser
- Fördergegenstand: biogene Heizsysteme, Anschluss an Fernwärmenetze, Solaranlagen zur Warmwasserbereitung und zum teilsolaren Heizen. - Förderhöhe: 30 % der Investitionskosten gefördert, höchstens jedoch 4.000 Euro 4. Stromversorgung
- Ausbau der Stromerzeugung aus Wasserkraft zumindest um 10 Prozent, d.h. um 4 bis 5 TWh pro Jahr - Ausbau der Stromerzeugung aus Wind auf 5,4 TWh bis zum Jahre 2010 - Stromerzeugung aus Biomasse auf 2,6 TWh bis zum Jahre 2010
Über die Bewirtschaftung der Fördermittel wird der Ausbau so gesteuert, dass in Summe bis zum Jahre 2010 noch etwa 40 MW neue Anlagen zur Stromerzeugung aus Biogas und fester Biomasse entstehen. Diese Anlagen sollen vor allem in der Kategorie unter 500 oder 300 kW errichtet werden mit dem Ziel, auf diesem Gebiet auch die Technologieentwicklung voranzutreiben, um auch in kleinen Einheiten Strom und Wärme zu erzeugen.
Treibstoffe:
Markteinführungsprogramm für Biogas als Treibstoff. Dieses Markteinführungsprogramm (Minimalvariante) sieht vor, in den ersten fünf Jahren 100 Biogasanlagen mit Treibstoffaufbereitungsanlagen mit einer Produktionskapazität von 1 Mio. Nm3 Biomethan je Anlage zu errichten. Dazu sind je Anlage etwa 250 ha Ackerfläche notwendig, in Summe daher 25.000 ha. Diese Menge entspricht etwa 3,6 PJ. Das entspricht etwa 1,25% des gesamten Kraftstoffbedarfes. Zusätzlich sollen 300 Biogastankstellen mit oder ohne Netzanbindung gebaut werden. Auf der Absatzseite sollen 50.000 Biogas-PKW/Kombi und 10.000 LKW/Busse als Biogasfahrzeuge in Betrieb genommen werden.
"Querschnitt" von Maßnahmen:
Ausweitung der Biomassekessel-Produktion
Ausweitung der Herstellung von Solarkollektoren
Ausweitung der Exportaktivitäten
Ausbau der Pelletsproduktion
Ausbau der Hackgutproduktion
Logistik Ausweitung der Rohstoffproduktion
Ausweitung der Installations- und Planungskapazitäten
Schulung und Training
Ausbau von Forschung und Entwicklung
Rahmengesetz für Energie und Energieeffizienz
oekonews.at
Datum uveřejnění: 18.4.06
Poslední změna: 18.4.2006
Počet shlédnutí: 151
Biomasse Aktionsplan Österreich - was ist notwendig?
Rund 500.000 Wohneinheiten zusätzlich mit Biomasse heizen, 2,5 Twh Strom aus Biomasse erzeugen und 500 Millionen Liter Biotreibstoffe, 100 Millionen Nm3 Biomethan als Treibstoff.
"Um den Intentionen des Biomasse-Aktionsplans für Österreich gerecht zu werden, ist es erforderlich, bis zum Jahr 2010 zusätzlich 75 PJ in Form von Wärme, Strom und Treibstoff zu erzeugen", erklärte Ernst Scheiber, Geschäftsführer des Club Niederösterreich am Donnerstag anlässlich einer Pressekonferenz und stellte den Biomasseaktionsplan Österreich vor.
Zielsetzungen:
Zur Erreichung der Ziele ist es notwendig, im Jahre 2010 im Vergleich zu 2003 zusätzlich 500.000 Wohneinheiten mit Biomasse zu beheizen, etwa 2,5 TWh Strom aus Biomasse zu erzeugen und etwa 550 Millionen Liter Biotreibstoffe und 100 Millionen Nm3 Biomethan als Treibstoff zu produzieren.
Rohstoffbeschaffung:
Die Stromerzeugung soll etwa zu einem Viertel über Biogasanlagen und zu drei Viertel über feste Biomasse erfolgen. Die Rohstoffe kommen daher teilweise aus Mist und Gülle, teilweise von den Ackerflächen und natürlich aus dem Wald.
Zur Sicherung der Rohstoffe im Treibstoffbereich sind im Ethanolbereich etwa 500.000 Tonnen Getreide notwendig und im Biodieselbereich etwa 900.000 Tonnen Raps oder andere Pflanzenölsaaten. Die Getreidemengen sind in Österreich produzierbar, Pflanzenölsaaten sind zum größeren Teil zu importieren. Für das Biogastreibstoff-Markteinführungsprogramm sind 25.000 ha erforderlich.
Der zusätzliche Holzbedarf aus dem heimischen Wald wird auf 4,3 Mio fm geschätzt, dazu kommen Holzmengen aus neuen Kurzumtriebswäldern, aus Nichtwaldflächen und in geringem Umfang aus dem Import. Der zusätzliche Flächenbedarf unter Außerachtlassung der Rapssaatimporte liegt bei 240.000 ha.
Wärmeversorgung:
Um die erforderlichen 500.000 Wohnungen von fossilen auf erneuerbare Heizsysteme umzustellen, müsste die Investitionstätigkeit in erneuerbare Heizsysteme zumindest verdreifacht werden. Dies wird nur gelingen, wenn eine wirksame Umstiegshilfe zum Umbau der privaten Wärmeversorgung angeboten wird.
Das entscheidende Instrument zur Beschleunigung des Umbaus der privaten Wärmeversorgung ist die Investitionsförderung. Dieses Instrument wird schon jetzt von den Bundesländern eingesetzt, die unterschiedlichen Regelungen, Unübersichtlichkeit, Instabilität und teilweise auch die sehr niedrigen Fördersätze behindern allerdings die notwendige rasche Umstellung auf erneuerbare Heizsysteme inÖsterreich. Daher wird ein neues bundeseinheitliches Förderprogramm vorgeschlagen:
- Zielgruppe: Wohnungen, Ein- und Mehrfamilienhäuser
- Fördergegenstand: biogene Heizsysteme, Anschluss an Fernwärmenetze, Solaranlagen zur Warmwasserbereitung und zum teilsolaren Heizen. - Förderhöhe: 30 % der Investitionskosten gefördert, höchstens jedoch 4.000 Euro 4. Stromversorgung
- Ausbau der Stromerzeugung aus Wasserkraft zumindest um 10 Prozent, d.h. um 4 bis 5 TWh pro Jahr - Ausbau der Stromerzeugung aus Wind auf 5,4 TWh bis zum Jahre 2010 - Stromerzeugung aus Biomasse auf 2,6 TWh bis zum Jahre 2010
Über die Bewirtschaftung der Fördermittel wird der Ausbau so gesteuert, dass in Summe bis zum Jahre 2010 noch etwa 40 MW neue Anlagen zur Stromerzeugung aus Biogas und fester Biomasse entstehen. Diese Anlagen sollen vor allem in der Kategorie unter 500 oder 300 kW errichtet werden mit dem Ziel, auf diesem Gebiet auch die Technologieentwicklung voranzutreiben, um auch in kleinen Einheiten Strom und Wärme zu erzeugen.
Treibstoffe:
Markteinführungsprogramm für Biogas als Treibstoff. Dieses Markteinführungsprogramm (Minimalvariante) sieht vor, in den ersten fünf Jahren 100 Biogasanlagen mit Treibstoffaufbereitungsanlagen mit einer Produktionskapazität von 1 Mio. Nm3 Biomethan je Anlage zu errichten. Dazu sind je Anlage etwa 250 ha Ackerfläche notwendig, in Summe daher 25.000 ha. Diese Menge entspricht etwa 3,6 PJ. Das entspricht etwa 1,25% des gesamten Kraftstoffbedarfes. Zusätzlich sollen 300 Biogastankstellen mit oder ohne Netzanbindung gebaut werden. Auf der Absatzseite sollen 50.000 Biogas-PKW/Kombi und 10.000 LKW/Busse als Biogasfahrzeuge in Betrieb genommen werden.
"Querschnitt" von Maßnahmen:
Ausweitung der Biomassekessel-Produktion
Ausweitung der Herstellung von Solarkollektoren
Ausweitung der Exportaktivitäten
Ausbau der Pelletsproduktion
Ausbau der Hackgutproduktion
Logistik Ausweitung der Rohstoffproduktion
Ausweitung der Installations- und Planungskapazitäten
Schulung und Training
Ausbau von Forschung und Entwicklung
Rahmengesetz für Energie und Energieeffizienz
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Datum uveřejnění: 18.4.06
Poslední změna: 18.4.2006
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